Der Wolf und die Thüringeti

Wer kennt Sie nicht, die Thüringeti in Crawinkel? Ein innovatives Konzept des Landwirts und Ortsteilbürgermeisters Heinz Bley, das Landwirtschaft, Naturschutz und Tourismus verbindet. Bei bestem Wetter und Temperaturen wie in der Afrikanischen Savanne haben wir eine Safari unternommen und dabei Wasserbüffel, Mustangs und Rinderherden in „freier“ Wildbahn bewundert. Die Vegetation ist durch die Verwilderung reich an seltenen Pflanzen geworden und hat unzählige Insektenarten angelockt. Angelockt wurde allerdings auch ein Wildtier, das einige Probleme mit sich bringt und uralte Ängste auslöst: Der Wolf – besser gesagt eine Wölfin. Für sie ist der Gabentisch reich gedeckt in der Thüringeti und sie hat sich auch schon reichlich bedient: Fünf Fohlen, drei Kälbern und ein Pferd wurden bisher von ihr gerissen. Für Bley gehört das Auftreten des Wolfs zur Natur. Er fordert allerdings eine ausreichende Kompensation für seine Schäden vom Land. Nur falls die Wölfin ihr Beuteschema nur noch auf die Tiere der Thüringeti ausrichtet und sich dadurch zum „Problemwolf“ entwickelt, plädiert er für einen Abschuss. Ich kann die Argumentation von Bley nachvollziehen. Er hat einen Anspruch auf vollständige Erstattung der Schäden. Man muss die Entwicklung der Wölfe in unserer Region sehr genau im Blick behalten. Sie sollen hier leben dürfen, aber bei einer unnatürlichen Entwicklung, darf auch ein menschlicher Eingriff nicht ausgeschlossen werden.